Informationen Zum Geldsystem und Zu Lösungsmöglichkeiten


1. Vorwort

2. Links zu Webseiten

3. Filme: Warum wir jetzt handeln müssen.

4. Filme zur Geldproblematik

5. Filme zu Lösungswegen durch Gemeinschaften

6. Auslandsprojekte als funktionierende Beispiele

7. Tipps für die Praxis

1. Vorwort:

Unser Geldsystem ist eins der wichtigsten Systeme in unserer Gesellschaft, das weitreichende Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir denken und wie wir miteinander umgehen, hat.

Deshalb ist es immens wichtig, sich darüber zu informieren, wie es funktioniert und welche Folgen das für unsere Gesellschaft hat.

So wie es zur Zeit aufgestellt ist, ist es nicht nur ein einfaches Tauschmittel, sondern ein Umverteilungssystem von unten nach oben

und ein weitreichendes Machtinstrument, das sich auf die Politik und damit auch auf unsere Demokratie stark auswirkt - (Lobbyismus, Parteispenden, Gesetzgebungsverfahren in denen die zu regulierenden Institutionen die Gesetze schreiben, oder Forschungsergebnisse von profitorientierten Unternehmen, statt von unabhängigen Forschern, die für die Verabschiedung von Gesetzen und Regelungen verwendet werden).

Da es, trotz Finanzkrise und aller Beteuerungen von Politikern kurz danach, keine wirksamen Regulierungen für die Finanzmärkte gibt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Finanzsystem kollabiert, was in den folgenden Filmbeiträgen auch angerissen wird. Daher sind wir sehr an Alternativen zum bisherigen System interessiert, die diesen Mechanismus der Umverteilung nicht haben, sondern der Gleichstellung der Bürger dienen, oder auf bestimmte gemeinwohl- orientierte Zwecke zugeschnitten sind. Dazu gehören ua. Genossenschaften, Kooperativen, Tauschbörsen sowie Regionalgelder.

 

Ausschnitt aus dem Buch Chaos von Fabian Scheidler:

"Über Jahrhunderte ist uns eingeredet worden, der Kern des Menschen sei das unstillbare Verlangen, seinen Vorteil gegenüber anderen zu mehren.

Wir wissen längst aus der vergleichenden Anthropologie, dass diese Erzählung ein Mythos ist, erfunden von europäischen Männern, die in ihrem eigegenen Leben kaum etwas anderes kennen gelernt haben. Menschen sind für Kooperation geschaffene Wesen. Sie suchen manchmal den eigenen Vorteil, oft aber ganz andere Dinge.

 

Nun wird man sagen, dass ein Mensch, um zu träumen, um Freundschaft, Liebe , Kreativität und Schönheit erfahren zu können, auch etwas essen muss, ein Dach über dem Kopf haben muss und vieles mehr. In der Tat. Aber muss er um das bereitzustellen, zu einem berechnenden Wesen werden?

Um einen Dachstuhl oder ein Schiff zu bauen, ist zweifellos so etwas wie berechnende Planung notwendig. Das ist eine wichtige Fähigkeit unseres Geistes,

aber das bedeutet keineswegs dass die Beziehungen der Menschen, die das tun, auf Berechnung, auf individuelle Vorteilsmaximierung beruhen müssen.

 

Es ist das grosse Verdienst von Karl Marx, erkannt zu haben, dass Geld keine Sache ist, sondern ein Symbol für menschliche Beziehungen. Wenn ich eine Kiwi kaufe, trete ich mit anderen Menschen in Beziehung. Irgendjemand hat sie irgendwo angepflanzt und geerntet, andere haben sie verpackt und transportiert. Diese Menschen haben für mich etwas Wichtiges getan, auch wenn ich sie niemals zu Gesicht bekomme. Das Geld verdeckt unsere Beziehung. Es suggeriert, dass ich eine Sache, die Kiwi, gegen eine andere, das Geld, tausche. Die Menschen, mit denen ich eigentlich in Beziehung trete, bleiben dabei unsichtbar. Und das macht einen bträchtlichen Teil der Armut unseres Lebens aus. Die Leere die der Fetisch des Geldes hinterlässt, weil er unsere Beziehungen zu anderen Menschen verdunkelt, lässt sich auch mit noch so vielen Dingen nicht füllen.

 

Eine, den Menschen angemessene, eine menschenfreundliche, eine gerechte Ökonomie, muss daher zuerst einmal die Beziehungen, die das Geld verdunkelt, sichtbar machen. Selbst der einsamste Mensch wird seine Welt rasch bevölkert sehen, wenn er sich fragt, wer denn den Stuhl auf dem er sitzt und den Kaffee den er gerade trinkt hergestellt hat. Wenn die Menschen aus dem Nebel, den das Geld schuf, plötzlich hervortreten, wird er sich vielleicht auch fragen, ob dies eine freundliche oder eine feindliche Begegnung sein wird. Das aber hängt nicht zuletzt davon ab, was die Menschen erdulden und erleiden mussten, um für ihn Stuhl und Kaffee herzustellen.

Hat er sich daran beteiligt, den Preis für ihre Arbeit mit allen Mitteln zu drücken?

Was hat er selbst gegeben? Und sind hier Dritte im Spiel, die beide Seiten gleichermassen ausgebeutet und ihre Beziehungen verdunkelt haben?

An diesem Punkt können sich beide gemeinsam fragen, wie sie diesen Dritten aus ihrer Beziehung bekommen. Wie sie aufhören können gegeneinander um Geld zu konkurrieren, um stattdessen miteinander zu kooperieren. Das scheinen heute vermessene, unrealistische, utopische Fragen zu sein.

 

Gibt es denn etwas anderes als fremdbestimmte Lohnarbeit? Ist nicht jeder ein Träumer der etwas anderes will? Die Frage läuft letztlich darauf hin, ob wir in der Lage sind, unsere Lebens- und Tätigkeitsverhältnisse gemeinsam selbstbestimmt zu gestalten, oder ob wir die Gnade der Arbeit aus den Händen einer mysteriösen, gottgleichen Institution namens Markt von oben empfangen wollen - und von oben auch wieder entzogen bekommen. Es fällt uns selten auf, wie absurd und infantil die Idee ist, dass uns irgendjemand Arbeit gibt. Sind wir nicht mit Händen und Verstand gesegnet, um selbst etwas zu tun? Ist uns nicht die Gabe der Sprache verliehen, damit wir uns miteinander verständigen und gemeinsam etwas schaffen können? In den 200 000 Jahren, den der Homo Sapiens auf der Welt ist, habe Menschen den überwältigenden Teil der Zeit genau das getan. Die antiken Marktwirtschaften und der moderne Kapitalismus sind dagegen nichts als kurze Zwischenspiele, auf die wir einst - wenn wir den Kapitalismus überleben - kopfschüttelnd zurückblicken werden."


2. Links zu Pdf - Dateien und Webseiten

    Kurze Zusammenfassungen und Überblicke über herrschende Systeme.


3. Filme: Warum wir jetzt handeln müssen


Harald Lesch
- fordert endlich Konsequenzen aus dem Wissen um den Klimawandel zu ziehen.

19:37 Min.



Die Anstalt
vom 27. Februar 2018

ZDF ca. 52 Min.

Klimawandel mit Humor dargestellt und gespickt mit Fakten, die man nicht überall in der Klarheit serviert bekommt.



Selbstsabotage

Warum tut der Mensch nicht das, was gut für ihn ist?: Wir wissen durchaus, was gut für uns ist - für unsere Gesundheit, die Umwelt und die Gesellschaft - dennoch handeln wir nicht danach. Warum? Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen.

58 Min.


Wir reagieren erst, wenn die Katastrophe da ist

Maximale Rendite auf Kosten der nachfolgenden Genrationen: Wir leben in Gesellschaften die unvernünftiges Handeln belohnen. Wir sind nicht die erste Kultur die Selbstsabotage betreibt, aber wir sind die erste, die es weiß. Mit Harald Wälzer bei Scobel -

4,5 Min.




Prognose bis 2100: Klimawandel könnte Golfregion unbewohnbar machen

Forscher wagen eine düstere Prognose für die Golfstaaten: Schon in wenigen Jahrzehnten könnten die Temperaturen dort wegen des Klimawandels regelmäßig über 60 Grad steigen. Selbst für Gesunde wäre das unerträglich.


4. Filme zur Geldproblematik


Bernd Senf
- Wie das Zinssystem die Polarisierung der Gesellschaft vorantreibt. 
15 Min.



Fehler im Geldsystem  8 Min.



Wie Geld funktioniert - einfach erklärt.   13 Min.



Der wahre Grund der Finanzkrise:
Der Schein trügt

6 Teile á 15 Min.



Das Geldsystem schockierend offen erklärt

15 Min.



Geldsystem einfach erklärt

Volker Pispers (Kabarett)

15 Min. Mit Lösungsmöglichkeiten



Georg Schramm
Die Party ist zu Ende

ca. 3 Min.



5. Filme zu Lösungsmöglichkeiten durch  Gemeinschaften


Gut ausgebildete, studierte junge Menschen in Amerika verschreiben sich der lokalen ökologischen Erzeugung von Lebensmitteln, statt an ihrem gut bezahlten Arbeitsplatz zu bleiben. 

Warum tun sie das?

Wachstum was nun? 92 Min.



Vortrag von
Dr. Margrit Kennedy über das Geldsystem und den Chiemgauer



Niko Paech Postwachstumsgesellschaft

20 Min.


6. Auslandsprojekte als funktionierende Beispiele


Venezuela: Ein Kooperatives Projekt besteht in der Krise



Cecosesola - auf dem Weg

Koperative in Venezuela 26 Min.


7. Tipps für die Praxis


Tipps zum Reduzieren und Vermeiden von Treibhausgasen

Hier gibt es von uns regelmäßig Vorschläge, wie Sie CO2-Emissionen reduzieren können.
Dies schont das Klima und spart oft auch Zeit und Geld.